Hugo Franz, geb. 1913 in Dresden, machte an einem staatlichen Gymnasium sein Abitur, besuchte eine Orchesterschule der Sächsischen Staatskapelle und gründete anschließend ein Show-Orchester. Als Sinto wurde er im Januar 1942 verhaftet und in das Konzentrationslager Oranienburg-Sachsenhausen gebracht. Im März desselben Jahres wurde er nach Groß-Rosen überstellt. Nach der Evakuierung von Groß-Rosen im März 1945 kam er in das Konzentrationslager Leitmeritz bei Theresienstadt. Er war Mitglied des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und gründete den Nordrhein-Westfälischen Landesverband der Sinti und Roma, dessen Vorsitzender er war. Hugo Franz lebte mit seiner Familie in der Nähe von Köln. Er wurde 88 Jahre alt. |