Entdeckt wurde Reinhardt 1934 von Pierre Nourry und Charles Delaunay vom „Hot Club de France“. Nach Proben im Hotel Claridge wurde das legendäre Quintette du Hot Club de France gegründet, in dem neben Reinhardt und Grappelli noch Djangos Bruder Joseph Reinhardt und Pierre „Baro“ Ferret bzw. Roger Chaput als Rhythmusgitarristen sowie Louis Vola als Bassist mitwirkten. Dieses Quintett wurde ein Sensationserfolg und blieb - bis auf zwei Umbesetzungen - in seiner ursprünglichen Form bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 bestehen. Ab 1937, seit der Aufnahme von Chicago, war er ohne Zweifel der beste europäische Jazzmusiker. Sein harmonisches Verständnis, seine bemerkenswerte Technik und sein rhythmischer Sinn machten ihn schon zu Beginn seiner Karriere zu einem ausgezeichneten Begleiter. Er entwickelte sich aber auch zu einem einzigartigen Solisten mit einem besonderen Flair für die variierte Gestaltung eines Konzerts, ohne dessen stilistische Einheit zu gefährden. 1943 versuchte Django Reinhardt, in die Schweiz zu gelangen, wurde aber an der Schweizer Grenze zurückgewiesen. Nach Paris zurückgekehrt, bewahrten ihn seine Berühmtheit und die Beliebtheit seiner Musik davor, wie viele seiner Verwandten als „Zigeuner“ verfolgt und in Konzentrationslagern umgebracht zu werden. Bis zum Ende des Krieges blieb er unbehelligt in Paris, hielt sich aber bedeckt und mied die Öffentlichkeit in der Hauptstadt. 1946 spielte er auf einer kurzen Tournee in den Vereinigten Staaten mit Duke Ellington, allerdings hielt die Zusammenarbeit nicht lange an. Gegen Ende der 1940er Jahre nahm Reinhardt noch einmal eine Reihe von Titeln zusammen mit Stéphane Grappelli und mit einer italienischen Rhythmusgruppe in Rom auf. Gegen Ende seines Lebens spielte er nur noch wenig mit anderen Musikern. Er widmete sich in den letzten Jahren seines Lebens größtenteils der Familie, Freunden, der Malerei, dem Angeln und dem Billardspiel. 1953 verstarb Django Reinhardt – im Alter von nur 43 Jahren –an einem Schlaganfall. |