„Über kein anderes Volk wissen die Deutschen so wenig und sogleich so viel Negatives wie über die Sinti und Roma, die seit 600 Jahren hier leben.“ Wippermann, Wolfgang, geb. 1945, Professor für neuere Geschichte an der FU Berlin (Friedrich-Meinecke-Institut). Arbeitschwerpunkte: Bonapartismus, Faschismus, Nationalsozialismus, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft für Antiziganismusforschung -> www.antiziganismus.de Wolfgang Wippermann ist als erster Wissenschaftler systematisch dem Phänomen des Antiziganismus mit seinen religiösen, sozialen und rassistischen Spielarten in Geschichte und Gegenwart nachgegangen. Wippermann hat er herausgearbeitet, dass Antiziganismus zum „kulturellen Code“ der Mehrheitskultur gehört. Die Parallelität zum Antisemitismus tritt dabei deutlich zu Tage. Seine wichtigste Publikation zum Thema, „Wie die Zigeuner“, ist leider nicht mehr im Buchhandel. Eine Darstellung seiner wichtigsten Thesen bietet der Aufsatz: Antiziganismus - Entstehung und Entwicklung der wichtigsten Vorurteile. In: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg/Verband Deutscher Sinti & Roma Landesverband Baden-Württemberg (Hg.): "Zwischen Romantisierung und Rassismus". Sinti und Roma 600 Jahre in Deutschland. Stuttgart 1998, S. 37-46, der freundlicherweise über Internet zur Verfügung steht: http://www.lpb-bw.de/publikationen/sinti/sinti8.htm |