Die Sinti und Roma deutscher Staatsangehörigkeit in Nordrhein-Westfalen sind eine traditionell hier beheimatete Minderheit. Zahlreiche Quellen belegen die Heimatbezogenheit dieser Menschen zum Rheinland, zum Münsterland, zu Westfalen und zu anderen Landesteilen, die Jahrhunderte, noch weit vor die Reichsgründung im 19. Jahrhundert, zurückgeht. In Westfalen werden Sinti beispielsweise schon Anfang des 15. Jh. erstmals erwähnt. Nach unseren Schätzungen leben etwa 35.000 deutsche Sinti und Roma in Nordrhein –Westfalen. Sie leben heute von ihren Mitbürgern kaum verschieden. Fester Wohnsitz ist eine Selbstverständlichkeit und viele arbeiten als Arbeiter, Angestellte oder Selbständige in ganz gewöhnlichen Berufen. Ein Anteil ist künstlerisch tätig. Eine Vielfalt eigener Traditionen und Überlieferungen, vor allem aber das deutsche Romanes, das in den meisten Familien neben Deutsch als zweite Muttersprache gesprochen wird, blieben bis heute bewahrt. |